5000 Kilometer Sprintetappe

 

... und den INDIAN SUMMER verpaßt.

 

Mein ungeplanter 32-tägiger Spezialaufenthalt in Lloidminster (Grenze Alberta/Saskatchewan) hat meinen Canadazeitplan ziemlich atomisiert. Jedoch muss ich sagen, dass ich wohl echt Schwein gehabt habe. Die ganze Problematik mit der Kupplung 14 Tage später mit denselbern Bestellschwierigkeiten und das Schiff in Halifax fährt ohne Schnecke.

 

Am Tag 33, also am 27. Oktober ging es nach ein paar Wochenendtestkilometer dann tatsächlich los Richtung Ostküste. Bis Halifax waren es letztlich knapp über 5000 Kilometer, wo ich am 12.11.dann ankam. WINNIPEG, TORONTO, NIAGARA FALLS, MONTREAL, QUEBEC standen bis zum Ziel HALIFAX in Nova Scotia noch am Plan. Die Schnecke lief einwandfrei, die Kupplung arbeitet brav, die Motorkontrollleuchte hat es ebenfalls aufgegeben, Signale zu geben. Also alles wieder im Grünen.

 

Allerdings fehlen natürlich diese 5 Wochen an Zeit und somit wurde der berühmte "Indian Summer" ersatzlos gestrichen. Obwohl es bereits empfindlich kalt geworden ist, sowohl tagsüber als auch des Nächtens, konnte ich der Superkälte noch rechtzeitig entfliehen. Trotzdem machten die Städtebesichtigungen nur in begrenztem Ausmaß Freude, und so reichte es in Winnipeg und Montreal nur für eine Stadtdurchfahrt mit ganz kleinem Besucherprogramm, um ein paar Eindrücke zu gewinnen. In Toronto mit Besuch bei Freund Ulfried, bei den Niagarafälle, sowie in Quebeck wurde ein intensiverer Stopp von 2 Tagen eingelegt.

 

Das Land insgesamt, von Lloidminster bis an die Ostküste und quasi die sechs Bundesländer Saskatchewan, Manitoba, Ontario, Quebec, New Brunswick und Nova Scotia durchquert, hält sich jahreszeitenbedingt mit seinen Qualitäten etwas im Hintergrund, die Anzahl der Kurven und die bewältigten Höhenmeter finden nicht Einzug in das Buch der Rekorde. Also letztlich eine Autopilotstrecke, die aus der Satellitenperspektive besser anmutet, und sogar mit der Schnecke teilweise mit einem 90er Schnitt durchfahren werden konnte.

 

Aufgrund der Zeitvorgabe musste ich also die Erkundung dieses Landabschnittes auf ein anderes Mal verschieben. Der Canadische Schild, die größte Granitplatte der Erde, wo auch der größte Süßwassersee der Erde, der Lake Superior,eine Wanne hat, wäre zu einer anderen Zeit sicher attraktiver und reizvoller gewesen. Zu erwähnen wäre vielleicht noch der weltrekordverdächtige Gezeitenunterschied bis 16 Meter, den man, Geduld von zumindest 6 Stunden vorausgesetzt, speziell in der Bay of Fundy, erleben kann.

 

Letztlich erreichte ich mit der Schnecke Halifax, wo ich diese dann ordnungsgemäß und zeitgerecht am Hafen zur Verschiffung nach Antwerpen abgeben konnte. Die Schnecke ist nun (18.11.) bereits auf dem Weg nach Antwerpen, von wo ich dann die Zieletappe nach Salzburg, dann ungefähr am 1.12. in Angriff nehmen werde. Ziel Salzburg: Lage 014