... vom Columbia River Gorge nach Alaska

 

Aufgrund der Aufenthaltsmöglichkeit von maximal 3 Monaten in den USA ist der Reisefortschritt auch etwas rapider notwendig da laut Auskunft der ach so strikten Amis ein Überschreiten der Zeit nicht anzuraten ist, wenn man wieder einreisen will. Das will ich zwar aus heutiger Sicht eh sicher nicht mehr, aber wer weiss, was die Zukunft notwendig macht.

 

Jedenfalls stattete ich dem guten alten Columbia River, der windsurferisch hoch im Kurs steht und bereits vor über 20 Jahren schon einmal meinerseits Reiseziel war, einen neuerlichen Besuch ab. Glücklicherweise erwischte ich ein 1/2wegs gutes Wind- und gleichzeitig Testwochenende in Hoodriver, was "materialausleihtechnisch" das Ganze wesentlich vereinfachte. Und... es war wie Radlfahrn, rauf aufs Brett und ab die Post. Nach 10 jähriger Surfpause überraschte mich das gleichsam wie das problemlose Handling der fortgeschrittenen Materialgeneration. Wie wenn es gestern gewesen wäre. Scheinbar ist es wie in der Mode. Trends wiederholen sich, so auch teilweise beim Surfmaterial, was meinen Wiedereinstieg sehr erleichtert hat. Ich kann nur sagen: " es war echt geil!!!"

 

Weiter ging es dann zum Mount Saint Helens, der ja 1986 explodiert ist, und sich naturgemäss und naturmässig wieder gut erfangen hat. Seattle, gefolgt vom Canadischen Vancouver standen dann auf der Liste. Für mich war es gut diese beiden Stadtkolosse gesehen zu haben, entbehrlich aber allemal. Vancouver trumpft mit Lage und Ruf, erinnerte mich aber sehr an Singapore, weil der Asiate hier bekannterweise die Stadt voll im Griff hat. Auffällig auch der zur Schau gestellte Reichtum, der sich besonders in der Benzinkutschenwahl manifestiert. So direkt es ging eilte ich dann vorerst in Küstennähe durch das "Beautiful British Columbia" wie es auf jedem Nummerntaferl zu lesen ist. Es wird wieder merklich ruhiger gegen Norden und vor allem Natur-licher.

 

Idealerweise konnte ich noch ein Fährenticket erstehen, welches mich den Weg von Prince Rupert direkt nach Haines ( Alaska) durch die Insidepassage abkürzen liess, wodurch ich mir und der Schnecke mehr als 1000 km Festlandfahrt ersparte.

Der Wal wurde dabei ebenfalls mehrfach flossenseitig wie auch der kleine Eisberg spitzenseitig gesichtet (war nicht fototauglich) und nach knapp 2 Tagen, vorbei an der Alaskahauptstadt Juneau, wurde in Haines angelegt - Alaska , die Erste.

 

Ein Stück in US, das dieselseitig wesentlich günstiger als Canada ist, und dann wieder ca. 6-hundert Kilometer durch den Canadischen Staat Yukon mit viel Natur, bis abermals Alaskaboden erreicht wurde. Grosses Alaskaziel ist der nördliche Polarkreis.